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1. Februar 2019

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Mit dem Cäcilienverband in der Ewigen Stadt

 

Der folgende Artikel aus RuhrWort (Nr.44) wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion zur Verfügung gestellt.                Interview: Ulrich Engelberg


Der Funke muss überspringen
Über die Romreise, die Stärken und Ziele des Cäcilienverbandes –
Interview mit dem Diözesanvorsitzenden Klaus Kottenberg

  

RuhrWort: Die letzten Stunden in Rom. Die Heimfahrt steht unmittelbar bevor. Herr Kottenberg, was sagen Sie zum Ablauf der Reise, sind Sie zufrieden?
Klaus Kottenberg: Ich bin sehr zufrieden. Was wir uns für diese Tage vorgenommen haben, hat geklappt – bei allen Unabwägbarkeiten, die eine solche Reise mit immerhin rund 200 Teilnehmern aus allen Bereichen des Bistums, von Lüdenscheid bis Duisburg, mit sich bringt.

RuhrWort: Was hatten Sie sich denn vorgenommen? Und warum lädt der Cäcilienverband seine Mitglieder zu einer solchen Reise ein?
Kottenberg: Rom zu erleben, die Ewige Stadt, und hier das Gottes- und Marienlob zu singen, das sind unvergessliche Erlebnisse und es schafft Gemeinschaft. Das ist sehr wichtig, und so ist die Pilgerreise nach Rom im Cäcilienverband schon lange eine gute Tradition. Seit Jahrzehnten führen wir sie immer wieder durch.

RuhrWort: Der Cäcilienverband im Bistum Essen hat rund 30000 Mitglieder. Was zeichnet ihn aus, was sind seine Stärken?
Kottenberg: In diesem Verband sind alle Chor- und Instrumentalgemeinschaften versammelt. Uns geht es vorrangig darum, ihre Arbeit in den Pfarreien zu unterstützen. Darüber hinaus machen wir Angebote auf Diözesanebene, und diese werden gerne angenommen.

RuhrWort: Was sind das für Angebote?
Kottenberg: Ich denke hier zum Beispiel an Diözesanmusiktage der Erwachsenen- und Kinderchöre, der Instrumentalkreise. Genauso an Musiktage auf Dekanatsebene. Wobei, und das ist mir ganz wichtig, ich deutlich unterstreichen möchte, welch wesentliche Bedeutung die Dekanate für die Kirchenmusik in unserem Bistum haben.

RuhrWort: Hat der Cäcilienverband auch Schwächen – oder anders gefragt: Wo und wie kann der Verband für seine Mitglieder noch attraktiver werden?
Kottenberg:
Das ist schwierig zu beantworten. Wie andere Verbände haben auch wir eine angespannte Finanzlage. Aber es lohnt nicht, darüber zu klagen. Ich bin optimistisch. Der Verband ist und bleibt attraktiv, wenn er seinen Mitgliedern Hilfestellung leistet – und dies auch kommuniziert. Dazu passt, und ich kann es heute schon sagen: Wir werden ein Chorheft für Erwachsenen-Kirchenchöre herausgeben.


RuhrWort: Wie sieht es denn mit den Mitgliederzahlen und dem „Nachwuchs“ aus?
Kottenberg: Wir fragen jährlich unsere Mitgliederzahlen ab. Sie stagnieren. Es werden nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es steigt aber die Lebenserwartung der Menschen, so singen sie auch länger, und damit erhöht sich das Durchschnittsalter der Kirchenchöre. RuhrWort: Nochmals zum „Nachwuchs“. Gelingt es, junge Leute zu begeistern?
Kottenberg: Es gelingt. Aber es gelingt in der Tat zu wenig. Deshalb ist es so wichtig, die Arbeit der Kirchenchöre mit Jugendlichen und Kindern zu intensivieren.

RuhrWort: In Rom wurde Gemeinschaft groß geschrieben. Wie zeigt sich diese Gemein-schaft im Alltag in den Gemeinden? Ist da nicht jeder Chor auf sich allein gestellt?
Kottenberg: Wir legen viel Wert auf Gemeinschaft, sie ist auf Diözesan- wie auf Dekanatsebene zu erleben. Ich denke nur an den Diözesankirchenmusiktag im Mai mit über 1300 Teilnehmern. Der Funke solcher Veranstaltungen muss überspringen, und Sängerinnen und Sänger sollten ihn mit in ihre Dekanate und Gemeinden nehmen.

RuhrWort: Welcher Funke kann denn von Rom aus überspringen?
Kottenberg: Ich denke schon, und ich danke den Reisenden dafür, dass wir eine gute Gemeinschaft waren. Das war besonders bei den vier musikalisch festlich gestalteten Gottesdiensten ersichtlich. Dafür möchte ich auch an dieser Stelle unseren Geistlichen, Präses Heinrich Peters, Pfarrer Hans-Thomas Patek und Kaplan Marius Linnenborn ganz herzlich danken; und ebenso unseren Musikern Stefan Glaser, Hans-Joachim Dudak und Winfried Offele. Wenn alle, die mitgefahren sind, denen, die zu Hause geblieben sind, von unseren Tagen in Rom erzählen, sie daran teilhaben lassen, dann wird der Funke überspringen.