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14. 02. 2017

 

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Das Jubiläum des Diözesan-Cäcilienverbandes steht 2010 an. Ein kulturell anspruchsvolles Jahr mit der Kulturhauptstadt Essen soll auch einige Höhepunkte aus Anlass dieses Jahrestages finden. Doch zunächst ein kurzer Blick auf seine Ursprünge.

Der Anfang stand im Zeichen der Männer

Zwei Jahre nach der Bistumsgründung wurden 1960 die Interessen der Chor- und Instrumen­talgemeinschaften des Ruhrbistums im eigenen Diözesan-Cäcilienverband gebündelt. Das jüngste Kind des damals schon 92jährigen Allgemeinen Cäcilienverbandes für die Länder der deutschen Sprache (ACV) bot den Sänge­rinnen, Sänger und Instrumentalgruppen, die vormals in Köln, Münster und Paderborn ihre Vertretung hatten, eine neue Heimat. Alles be­gann mit großen Feierlichkeiten – an einem Montag!

Eingeladen zu diesem 18. Januar 1960 waren „die Herren Chorleiter, Organisten, H. H. Prä­sides und Vorsitzenden der Kirchenchöre“. Musikalisch gestalteten die Studierenden der Kirchenmusikabteilung der Folkwangschule Essen und eine Knabenschola aus Gelsen­kirchen das Pontifikalamt und den anschlie­ßenden Gründungsakt.
Fast 50 Jahre später fällt es dem Verband, der immer die örtlichen, vielfältigen Gemein­schaf­ten in seine Aktivitäten einbezieht, schwer, sich in die Situation zu Beginn zu versetzen. Und obwohl Chöre von langjähriger Mitglied­schaft geprägt sind, weiß heute kaum noch jemand, wann und wie die von Laien geprägte, dezentrale Struktur des Verbandes erreicht wurde.
Diesmal war es ein Wochenende. Am 20. und 21.09.1975 beteiligten sich nicht nur knapp 7.500 Teilnehmer am inzwischen 9. Diözesan­kirchenmusiktag. Unser erster Bischof Franz Hengsbach unterzeichnete auch die in ihren Strukturen heute noch geltende Satzung des Verbandes. Die ehrenamtlich Tätigen auf Pfarreiebene (heute Gemeinde- und Filialkirchen) wählen ihre Vertretung auf der Dekanatsebene (heute Pfarreien), die wieder­um im Diözesanausschuss bistumsweit die Ver­antwortung übernehmen. An der Spitze des Verbandes steht als Vorsitzender ein Mitglied aus den Chor- und Instrumental­gemeinschaften. Dem Bischof und seinem damaligen General­vikar Joseph Krautscheid ist diese mutige und immer noch einmalig im ACV geltende Über­tragung von Verantwortung in die Hände der ehrenamtlich Wirkenden zu verdanken.

Fünf Höhepunkte werden geplant
In das Jubiläumsjahr startet der Nachwuchs  des Verbandes aus den Kinderchören und Instrumentalgemeinschaften mit seinem Treffen am 10. Januar 2010. Der Zirkus Probst, der im Revierpark Nienhausen gastiert, ist morgens außergewöhnliches Gotteshaus, bevor er am Nachmittag sein Programm den hoffentlich strahlenden Kinderaugen dar­bietet.   
Mit einer im festlichen Rahmen besonders gestalteten Diözesanversammlung feiern die „Großen“ dann ihren Start ins Jubiläum am 23. Januar.
Bereits jetzt steht fest, dass sich die Gemein­schaften des Verbandes in großer Zahl am Höhepunkt der Chorfeierlichkeiten zur Kultur­hauptstadt beteiligen, dem !sing – Day of song am 5. Juni 2010.  Tagsüber sind die Elemente chor sakral und chor sozial die hervor­zu­heben­den örtlichen Aktivitäten. Abends trifft man sich in der Veltins-Arena mit Chören aus 53 Städten. Hierzu liegen bereits rund 25.000 Meldungen vor.
Angefangen haben auch die Planungen für eine weitere Romfahrt. In den Herbstferien, vom 15. bis 21. Oktober, soll ein Sonderzug die Gruppe in die katholische Hauptstadt bringen.
Mit dem Fest der  Hl. Cäcilia am 22. November sind die Gemein­schaften aufgefordert, das Jubiläum in besonderer Weise vor Ort ab­zu­schließen. Schutzpatronin, Diözesanverband und hoffentlich auch viele Gottesdienst­besucher sollen sich an der musica sacra erfreuen. 

(Klaus Kottenberg(l.), Vorsitzender, und Gabriela Bade(r.), stellvertr. Vorsitzende des Cäcilienverbandes im Bistum Essen)